Die Kiste –
Das Schweigen der Hoffnung
Die Kiste – Das Schweigen der Hoffnung
Eva und Lukas ziehen in ihre neue Wohnung. Das Klavier ist bereits geliefert. Für Lukas ist die Wohnung damit fertig eingerichtet. Für Eva beginnt jetzt die Arbeit, denn sie hat Habseligkeiten, denen sie einen Platz geben will. Durch den gemeinsamen Einzug entwickelt sich ein Gespräch über ihre Vorfahren. Lukas’ Mutter ist als Kind aus Ostpreussen geflohen und hat nichts aus ihrer alten Heimat mitnehmen können. Evas Grossmutter wurde als Neunjährige in der Schweiz verdingt. Ein Verdingkind ist ein Kind, welches durch einen staatlichen Entscheid seinen Eltern entzogen worden ist und fremdplatziert wurde. Verdingkinder mussten sich ihren Lebensunterhalt oft durch harte Arbeit verdienen, haben oft verschiedene Arten von Gewalt erlebt und waren ihren Pflegeeltern schutzlos ausgeliefert.
Lukas und Eva führen ein Gespräch darüber, was die Geschichten ihrer Vorfahren mit ihnen selbst machen und ob sie das Schweigen ihrer Vorfahren brechen dürfen oder ob sie diese damit verraten. Das Stück versteht Dialog nicht als Einigkeit, sondern als Bereitschaft, Unterschiede auszuhalten, zuzuhören und das Gespräch nicht aufzugeben, wenn Verständigung schwierig wird.
Gerade deshalb richtet sich der Blick am Ende nach vorn: Nicht nur die Frage, was vergangene Generationen hinterlassen haben, ist entscheidend, sondern auch, was wir selbst an zukünftige Generationen weitergeben wollen.
Die Kiste – Das Schweigen der Hoffnung ist ein autofiktionales Musiktheater aus der Feder von Deborah Bühlmann und Samuel Jersak..
Deborah Bühlmann
Samuel Jersak
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